neue musik im stadthaus ulm - das nächste festival

STIMMUNG

7. bis 15. April 2018

Karlheinz Stockhausen schrieb 1968 ein Stück für 6 Stimmen und 6 Mikrofone, dem er den Namen "Stimmung" gab. Mittlerweile ist es zum Klassiker für Obertonmusik avanciert und für das Stadthaus-Festival 2018 namensgebend geworden.
STIMMUNG spielt mit Atmosphäre und Gefühl, löst Erwartungen und Assoziationen aus und hat eine ungeheuere Bandbreite, die sich im Programm unseres Festivals widerspiegeln wird.

Wir eröffnen das Festival "auswärts", mit einem Salon im Ulmer Café Animo, in dem die Komponistin Stepha Schweiger im Mittelpunkt steht. Ihre Musiktheater-Performance "The Mark on the Wall" nach einer Erzählung von Virginia Woolf feierte im vergangenen September in London Premiere. Raffiniert verschmelzen hier Elemente von Pop und neuer Musik. Sie wird den Konzertreigen im Stadthaus eröffnen.

Einigen seiner Streichquartette stellte Georg Friedrich Haas voran, dass sie in absoluter Dunkelheit aufzuführen seien, was sie geradezu physisch erfahrbar macht: Eine Herausforderung für alle, Musiker wie Publikum, der wir uns im Festival stellen: Haas' 10. Streichquartett (2016) wird in einem Dunkelkonzert - eine Premiere im Stadthaus! - auf dem Programm stehen.

Stockhausens Werk "Stimmung" wird natürlich nicht fehlen. Seine optimale Entfaltung findet dieses Stück in einem Klangraum, wie ihn eine gotische Kathedrale bietet. Und so setzen wir unsere Kooperation mit dem Ulmer Münster fort und lassen es dort - umrahmt von Stücken des Renaissance-Komponisten Carlo Gesualdo - von dem international renommierten Vocal-Ensemble VOXNOVA ITALIA mit u.a. den vom Ulmer Publikum schon gefeierten Stimmperformern Anna Clementi und Nicholas Isherwood aufführen.

Auch das weitere Programm geizt mit eindrucksvoller Musik nicht. Faszinierende Raum-STIMMUNGEN werden durch instrumentale Choreografien für Blechbläser und Schlagzeuger in Werken der jungen isländischen Komponistin Anna Thorvaldsdottir oder Peter Eötvös erzeugt. Maurice Ravels wunderbare „Trois Chansons de Stéphane Mallarmé“ zeigen einmal mehr den festivaltypischen Bezug zu den Traditionslinien europäischer Musik. Kompositionen von Brigitta Muntendorf, Missy Mazzoli und Thomas Adès zeigen unterschiedlichste Ansätze aktuellen Komponierens in der Interpretation der herausragenden Musiker unseres European Music Projects.

Seit jeher lebt die neue Musik in Ulm von der Begegnung hochkarätiger internationaler Künstlerinnen und Künstler mit herausragenden lokalen Solistinnen, Solisten und Formationen. So wird das "vokalensemble ulmer münster“ unter der Leitung von Friedemann J. Wieland im Stadthaus auftreten, und auch Prologe von Schülerinnen und Schülern der Ulmer Musikschule soll es wieder geben.

Das Festival im April 2018 ist wieder einmal eine Einladung an alle, die Faszination der zeitgenössischen Musik zu erfahren.



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