Weiße Stadthausfassade mit Treppe, Wolke und Münsterturmspitze. Foto: Lilian Störk

Warum ist das Stadthaus weiß?

Stadthausarchitekt Richard Meier schrieb uns seine Antwort bereits anlässlich unserer Ausstellung über "Die Farbe Weiß" im Jahr 2003. Der begehrte Katalog ist zwar nur noch mit Glück antiquarisch zu bekommen: Klaus-Jan Philipp, Max Stemshorn (Hrsg.): "Die Farbe Weiß. Farbenrausch und Farbverzicht in der Architektur." Den hier entscheidenden Auszug können Sie aber - leicht gekürzt - hier lesen:

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"Mister Kruppa, make it as white as possible."

Ulm, irgendwann Anfang der 90er. Knisternde Spannung lag in der Luft. Ortstermin am Meier-Kiosk: Herren mit Schlips und Kragen (stell ich mir vor) warteten auf das Erscheinen Richard Meiers. Wer Funktion, Führungsposition und Einfluss hatte, war gekommen, ob Chefs und Zuständige der städtischen Bauverwaltung oder des bauleitenden örtlichen Architekturbüros, ob Vorhut des Architekten aus Amerika. Am meisten soll der hinzuzitierte Malermeister unter dem akuten Adrenalinausstoß gelitten haben. Sechs unterschiedlich abgetönte Weiße hatte er mischen müssen.

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Eingang zur Daniel Johnston Ausstellung im Stadthaus. Foto: Sabine Presuhn

Warum gibt es Außenseiter-Kunst im Stadthaus?

frage ich als Steuern zahlender, christlicher Unternehmer

Sehr geehrter Fragesteller,
unsere Ausstellungen sollen sich mit der gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Gegenwart beschäftigen. Realität sind zum Beispiel „Leistungsträger“, die auf von Unternehmen ausgelobte „Leistungsprämien“ hinarbeiten. Immer älter werdende Menschen, die ihren Körper optimieren. Frauen, die mit 48 aussehen wie 38, nur ohne Mimik, weil sie Angst haben, mit Falten um den Mund nicht geliebt zu werden. Unsere Zeit ist die des Burnouts, ein Massenphänomen, allmählich anerkannt als Form der Depression.

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Der Münsterturm durch das Stadthaus-Sheddach gesehen. Foto: Sabine Presuhn

Warum ist das Stadthaus drei Wochen lang eine Baustelle?

und warum Zwergtulpen neben Jakobsleitern sprießen

Fliesen rausreißen und erneuern in den Toiletten im Untergeschoss, Geländer lackieren im Treppenhaus, 60 m2 Jalousien austauschen im Saal, vom Kondenswasser blind gewordene Dachscheiben austauschen im 3. Obergeschoss, ein 20 m hohes Gerüst aufbauen (wegen der Sache mit den frei über dem Luftraum schwebenden Dachscheiben), ach ja, und nicht zu vergessen: die Brandmeldeanlage modernisieren im ganzen Haus.

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„Warum ist der Eingang des Stadthauses so unscheinbar?“

...fragte jüngst ein architekturinteressierter Stammbesucher.

Ah, eine gute Gelegenheit, wieder einmal etwas über das Leben mit Richard Meier zu erzählen:

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Zizat: Das Museum ohne Eintritt ist das Museum der Zukunft

Warum nimmt das Stadthaus für Ausstellungen keinen Eintritt?

"Das Museum ohne Eintritt ist das Museum der Zukunft," sagte Hans Ottomeyer, Direktor i. R. des Dt. Historischen Museums Berlin, im dapd-Interview im März 2011.

Das Stadthaus ist ein bürgerschaftliches Projekt. Viele Ulmerinnen und Ulmer haben es von Anfang an mit Begeisterung mitgetragen, anderen wurde der Meier-Bau geradezu abgerungen. Viele haben sich inzwischen mit ihm versöhnt, wie wir jeden Tag spüren dürfen. Das Stadthaus ist ein Ort der Gegenwart und der Kommunikation. Es soll und will der Bürgerschaft, die so sehr darum gerungen hat, das Maximale zurückgeben. Deshalb ist es richtig, dass der Eintritt in die Ausstellungen frei ist.

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Tulpen in einer Kloschüssel

Warum kostet die Toilettenbenutzung im Stadthaus 50 Cent?

Die Toiletten im Stadthaus waren nicht als öffentliche geplant, sondern für die Ausstellungs- und Veranstaltungsbesucher. Dennoch suchen Tausende Menschen pro Jahr das Untergeschoss des Stadthauses nur auf, weil sie diese Toiletten den nur wenige Meter entfernten öffentlichen am Lautenberg vorziehen.
Diese Überfrequentierung hat Folgen, zum Beispiel ist der Unterhalt entsprechend teuer: Allein 20.000 Euro bezahlen wir pro Jahr für Wasser und Reinigung, und sogar der nie enden wollende Nachschub an grauem einlagigem Toilettenpapier (obwohl durchaus sparsam im Verbrauch) kostet richtig Geld.
Viele Toilettenbenutzer haben Verständnis dafür, dass wir sie bitten, sich an den Kosten zu beteiligen. Die Einnahmen aus der 50 Cent-Gebühr decken die Ausgabe bei Weitem nicht.

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Fotoapperate hinterm Zaun: "Wir müssen leider draußen bleiben"

Warum darf man im Ausstellungsbereich des Stadthauses nicht fotografieren?

Kunst darf ohne Erlaubnis ihres Schöpfers, dessen geistiges Eigentum sie ist, nicht „reproduziert“ werden. Gemälde, Skulpturen, Fotografien sind urheberrechtlich geschützt, genauso die Baukunst Architektur, Schriftwerke, Musik, Choreografien oder Filme. Erst 70 Jahre nach des Künstlers Tod sind seine Werke zum Abschuss frei. Solange er noch lebt, vertraut der Künstler die Wahrung seiner Rechte einer Verwertungsgesellschaft an - meistens.

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Terrasse 3. OG

Wozu sind die Stadthausterrassen gut?

Das ist doch Platzverschwendung!

Als Erweiterung des Münsterplatzes, wie aus diesem herausgewachsen, stellte sich Architekt Richard Meier das Stadthaus vor. Nicht mehr ein ehemaliger Parkplatz mit Schlaglöchern und Pfützen sollte der Münsterplatz sein, sondern, wie der Architekt erklärte, „eine neue Kulisse für die Bürgerkirche, wobei das Pflaster in einem großformatigen Gittermuster ausgeführt ist, das direkt von der Geometrie des gotischen Bauwerks abgeleitet ist.“

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2000 kamen sie ins Stadthaus: die Löwenbrüder von Ulm. Foto: Paul Stauber

"Aber warum stehen diese alten Steinlöwen im Stadthaus, wenn sie doch dem Ulmer Museum gehören?",

fragte ein kluges Mädchen bei einer Kinderführung.

Jahrhunderte wachten sie am westlichen Stadttor über den Zutritt zur Stadt. Ihr Platz war, wo heute die Nord-West-Wand des Stadthauses ist (also in Richtung Hirschstraße). 1538 wurde das so genannte "Löwentor" abgerissen. Was aber geschah mit den Löwen?

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Wie kommt Ihr an die Veranstaltungen?

Das Jahr hat 365 Tage, alle vier Jahre ist es sogar einer mehr. Nahezu täglich sind die Türen des Stadthaus offen (nur an Weihnachten gönnen wir uns zwei Tage Pause), und rund 250 Gast-, Kooperations- und eigene Veranstaltungen finden in dem weißen Haus am Münsterplatz statt. Jahr für Jahr. Die Frage von Daniel aus Ulm, wie wir denn an all diese Veranstaltungen kommen, ist also mehr als berechtigt.

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Warum lässt sich der Türöffner nicht besser einstellen??

fragt ein Besucher mit zwei Fragezeichen auf einer Ihre Meinung ist uns wichtig-Karte, wie sie im Eingangsbereich des Stadthauses ausliegen. "Kann niemand den Türöffner richtig einstellen???" - drei Fragezeichen! -, setzt ein zweiter genervt nach. Und ein dritter untermauert: "An die Eingangstüren gehören richtige Türöffner!!"

Ach, unser Türöffner sorgte leider immer wieder für Ihren Verdruss.

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Wo ist der Currywurststand?

Wir wissen nicht, liebe Stadthausbesucherin, wo sich besagter Wurststand am 28. Januar d. J. aufhielt.....

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