Arthur C. Clarke: Inseln im All. Covergestaltung: Eyke Volkmer

20. September bis 23. November 2014

„So sieht es aber im Weltraum nicht aus!“


English version available below.

So kommentierte Verleger Wilhelm Goldmann die Umschlagentwürfe, die Illustrator Eyke Volkmer für die Science-Fiction Reihe des Verlags vorlegte. Abstrakt waren diese Entwürfe, in Airbrushtechnik erstellt, mit satten Farben. Wenn Herr Goldmann wüsste, wie es im Weltraum aussieht, so erinnert sich Volkmer an seine Entgegnung vor über 50 Jahren, dann ließe sich das durchaus anpassen.
„Nein, nein“, so habe der Verleger damals geantwortet, „mir gefällt, was Sie da machen, ist alles prima, wir machen weiter.“



Philip K. Dick: Hauptgewinn: Die Erde. Covergestaltung: Eyke Volkmer

Dies war der Grundstein für eine außergewöhnliche Serie, die sich damals, auch im internationalen Vergleich, deutlich vom Erscheinungsbild anderer Verlage unterschied. Über zehn Jahre währte die Zusammenarbeit zwischen Volkmer und dem Goldmann Verlag, während der 241 Science-Fiction Bücher mit „Volkmer Cover“ veröffentlicht wurden. Zwar arbeitete Volkmer auch für andere Verlage und illustrierte andere Genres, doch die Reihen „Goldmanns Zukunftsromane“ und „Goldmanns Weltraum Taschenbücher“ bilden gewissermaßen das Kernstück seines grafischen Schaffens, welches 1972 ein jähes Ende fand, als Volkmer der Grafik den Rücken kehrte.

Arthur C. Clarke: Inseln im All. Covergestaltung: Eyke Volkmer

Seine Arbeit geriet danach schnell in Vergessenheit. Zu Unrecht, wie wir finden. Deshalb widmen wir Volkmers „Weltraum Illustrationen“ nun eine umfassende Ausstellung im Stadthaus-Kabinett.

Eyke Volkmer wurde 1934 in Istanbul als Sohn deutscher Eltern geboren. 1940 ging die gesamte Familie nach Berlin, um drei Jahre später ins relativ sichere Niederbayern zu flüchten. 1955 kehrten die Volkmers nach Istanbul zurück. Eyke selbst blieb in Deutschland und begann sein Grafikstudium in München. Heute lebt er in einem Haus im Münchener Westen, in seinem ehemaligen Atelier.

Projektleitung: Tommi Brem
Eröffnung: zur Kulturnacht am Samstag, 20. September, ab 18.00 Uhr

"An einige erinnere ich mich gar nicht mehr."

Sonntag, 5. Oktober 2014, 15.00 Uhr

Begleitveranstaltung zur Ausstellung

Ausstellungsrundgang und Gespräch mit Eyke Volkmer und Tommi Brem.
Eintritt frei

"Es wird einmal ..."

Sonntag, 23. November 2014, 16 Uhr

Zur Finissage eine Lesung!

Welche Geschichten verbergen sich hinter den Science-Fiction Buchumschlägen des Illustrators Eyke Volkmer? Hat die Gegenwart die Zukunft der Vergangenheit vielleicht längst eingeholt? Lesung aus den Goldmann Weltraum Taschenbüchern der Jahre 1962 bis 1973.
Es lesen Florian L. Arnold und Tommi Brem.
Irgendwas zwischen 60 und 90 Minuten dauert die Lesung, der Eintritt ist frei.

P.s.: Alle Besucher haben die Chance, eines von fünf Originaltaschenbüchern zu ergattern

"It doesn't look like this in outer space!"


This was how publisher Wilhelm Goldmann reacted to the cover drafts submitted by illustrator Eyke Volkmer for the science-fiction series of the publishing house. The designs were abstract, airbrushed in vivid colours. If Goldmann knew what it looked like in outer space, he could change the designs accordingly, is what Volkmer replied over 50 years ago. “No, no,” the publisher said in return, “I like what you are doing, it's all fine, we'll continue.”

This exchange laid the foundation of what would become an extraordinary publication series that was very different from the design of other publications at the time, both in Germany and internationally. The collaboration lasted for more than ten years, during which Volkmer designed the covers for 241 Science-Fiction books for Goldmann. Volkmer did work for other publishers and illustrated other genres as well, but the series “Goldmanns Zukunftsromane” and “Goldmanns Weltraum Taschenbücher” can be regarded as the core of his creative output. Which stopped when he left both Munich and his graphic work behind in 1973.

His work had been almost forgotten soon after that. Undeservedly so, in our opinion. Which is why we are very happy to be able to show all of Volkmers science-fiction illustrations in the Stadthaus Kabinett.

Eyke Volkmer was born to German parents in Istanbul in 1934. In 1940 the whole family moved to Berlin, followed by a relocation the much safer Munich in 1943. In the 1950ies, the Volkmers moved back to Istanbul. Eyke however stayed behind, starting his graphic studies. He now lives in his old home in Munich, is former design studio.

Project management: Tommi Brem
Opening: at the Kulturnacht, Saturday, September 20th, from 6pm


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