Dienstag, 21. November 2017, 19 Uhr

Umbenennen?

Die Heilmeyer-Steige und ihr belasteter Namensgeber

Eine Informationsveranstaltung der Stadt Ulm (Haus der Stadtgeschichte und Stadthaus) in Kooperation mit dem DZOK

Der Gründungsrektor der Ulmer Universität, der Internist Prof. Dr. Ludwig Heilmeyer (1899-1969), hat ein hervorragendes wissenschaftliches Renommee, doch ausgerechnet zum 50. Jahrestag der Universitätsgründung wurde Heilmeyers Rolle im Nationalsozialismus und sein Umgang mit den NS-Verbrechen nach 1945 kritisch beleuchtet. In Freiburg hatte eine Expertenkommission 2016 empfohlen, den dortigen Ludwig-Heilmeyer-Weg umzubenennen.

In Ulm gibt es die Heilmeyersteige, an der auch ein Studierendenwohnheim liegt. Ist eine Umbenennung auch für Ulm der richtige Weg? Die Veranstaltung will eine sachliche Grundlage für eine notwendige Diskussion geben: Nach einer Begrüßung durch Bürgermeisterin Iris Mann, die den Abend auch moderiert, gibt Prof. Florian Steger (Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Universität Ulm) einen ersten Impulsvortrag. Er hat die Rolle Heilmeyers in der NS-Zeit erforscht und präsentiert seine wissenschaftlichen Ergebnisse. Prof. Michael Wettengel (Haus der Stadtgeschichte – Stadtarchiv Ulm) stellt im Anschluss daran den bisherigen Umgang der Stadt Ulm mit Straßenumbenennungen vor und Dr. Nicola Wenge (Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm) lotet erinnerungskulturelle Argumente für und gegen eine Umbenennung aus. Danach gibt es Raum für Rückfragen und schriftliche Kurzstatements an Pinnwänden.

Eintritt frei


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