7. bis 17. Juni 2018

Ulm Moves! im Stadthaus

3. Ulmer Tanzfestival

Das Theater Ulm, das Roxy, das Ulmer Zelt und das Stadthaus präsentieren das 3. Ulmer Tanzfestival Ulm Moves! Zehn Tage Tanz in all seinen Facetten, nicht nur indoor, sondern auch im Freien, stehen auf dem Programm mit internationalen Gastspielen, Workshops, Kinofilmen und Ausstellungen, Vorträgen, Milongas und dem fast schon legendären Parcours durch die Ulmer Innenstadt.

Foto: Jonathan Escobar, © ESPOL, Ecuador

Städtische Kultureinrichtungen kooperieren mit der freien Szene, Amateure mit Profis, Heimspiele gehen Hand in Hand mit internationalen Gaststars. Tanz überwindet Grenzen.

Das umfangreiche UlmMoves!-Programm liegt an vielen öffentlichen Stellen aus und kann auf www.ulmmoves.de angesehen werden.

Foto: Jonathan Escobar, © ESPOL, Ecuador

Gastspiel im Stadthaus

Too loud a Solitude

Sonntag, 10. Juni 2018, 20 Uhr

Reformance Company / Afshin Ghaffarian, Paris
„Wie will ein Mensch leben, dessen Pflicht es ist, Bücher und Schriftstücke zu zerstören?“

Inspiration für dieses 70-Minuten-Solo-Stück ist der gleichnamige Roman des tschechischen Autors Bohumil Hrabal. Afshin Ghaffarian verkörpert den Charakter des Hanta, der als Papierbrecher in Prag arbeitet und dienstbeflissen zensiertes Gedankengut vernichtet. Bis zur Entdeckung des letzten Buches. Zuversichtlich rettet Hanta, was die Menschheit retten kann. Texte voller Hoffnung. Träume einer anderen Welt, voller Liebe und Poesie. Und voller Freiheit.

Der Iraner Afshin Ghaffarian, vom fundamentalistischen Staatsregime verfolgt und vor acht Jahren nach Europa geflohen, lebt heute als Tänzer und Choreograf in Paris. Seine Geschichte kam mit dem Film Desert Dancer (Choreografie: Akram Khan) in unsere Kinos. Ghaffarians Produktionen sind auf internationalen Bühnen zuhause. Sein Stück zeigt einen mörderischen Tanz zwischen Widerstand und Poesie. Einfühlsam. Intensiv. Eigenwillig.
www.reformances.com
Eintritt: 19 € / 15 € erm. im Vvk. (nur Theater Ulm, Roxy, Reservix), Abendkasse: 22 € / 18 € erm.

Der Tänzer - ein Hochleistungssportler

Dienstag, 12. Juni 2018, 19 Uhr

Vortrag von Andrea Popp, Tanzmedizin Deutschland e.V.

Der Körper ist des Tänzers höchstes Gut. Er ist Ausdrucksmittel und Werkzeug zugleich. Die physischen und psychischen Anforderungen an einen Profitänzer sind vergleichbar mit denen an andere Spitzensportler und benötigen ein entsprechendes Training (von Balance, Kraft, Fleixbilität, Ausdauer und Koordination). Was bedeutet es, nach einem Sprung auf einem Bein zu landen, dabei stabil und elegant zu erscheinen, oder mit Leichtigkeit 5 Pirouetten zu drehen? Der Vortrag gibt einen Einblick in physiologische und biomechanische Anforderungen im Tanz.

Andrea Popp, Tanzpädagogin, Pilatestrainerin, erlangte 2011 das "Zertifikat Tanzmedizin". Zuzeit studiert sie an der Universität Bern Dance Science. Sie gibt Fortbildungen für Tanzpädagogen und Tänzer in Tanztechnik und Anatomie. In Frankfurt leitet sie ihre eigene Schule für Bühnentanz.
Eintritt frei


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