Lydia, 17, Nigeria, Juli 2015. Foto: Andy Spyra

2. September bis 28. Oktober 2018

Die geraubten Mädchen

Boko Haram und der Terror im Herzen Afrikas

Im April 2014 überfiel die islamistische Terrororganisation Boko Haram das Dorf Chibok im Nordosten Nigerias und entführte 276 Schülerinnen. Unter #BringBackOurGirls ging ein Aufschrei um die Welt. Doch das Schicksal der Schülerinnen ist kein Einzelfall. Bis heute befinden sich Tausende Frauen in den Händen von Boko Haram.

Clara, 16, Nigeria, Juli 2015. Foto: Andy Spyra

2015 reisten der Zeit-Reporter Wolfgang Bauer und der Fotograf Andy Spyra nach Nigeria, um mit Frauen und Mädchen zu sprechen, denen die Flucht gelungen ist. Ihre Erzählungen zeichnen ein detailliertes Bild des Schreckensregimes von Boko Haram.
In den herausragenden Fotos von Andy Spyra ist „sein Statement unüberhörbar: 'ecce homo - siehe, der Mensch'“ (Ellen Dietrich, Fotochefin der ZEIT).

Talatu, Nigeria, Juli 2015. Foto: Andy Spyra

Das Buch Die geraubten Mädchen von Wolfgang Bauer, mit Fotos von Andy Spyra, ist im Suhrkamp Verlag erschienen und in viele Sprachen übersetzt worden. Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai empfiehlt: „Strongly recommend this book that tells tragic, heartbreaking unbelievable stories of stolen girls in #Nigeria".

Für die Reportage „Das Leben nach der Hölle“ über Mädchen und Frauen, die von der Terrormiliz Boko Haram entführt wurden, wurde Wolfgang Bauer 2016 mit dem Nannen Preis ausgezeichnet.

Eröffnung: Sonntag, 2. September 2018, 11 Uhr
Projektleitung: Karla Nieraad und Andrea Kreuzpointner

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei!

Begleitende Veranstaltungen
Do 20.9. / Do 11.10., jeweils 18 Uhr
Öffentliche Führung mit Projektleiterin Karla Nieraad.
3,50 €, Kinder 1,50 € (ab dem 2. Kind einer Familie 0,50 €), Anmeldung unter 0731 1617700 oder stadthaus@ulm.de

Die Ausstellung kommt mit Unterstützung des Museums Haus Löwenberg, Gengenbach, zustande.

zuhören hinschauen

Aus Anlass der Ausstellung zeigen wir zwei Interviewfime des Förderpreisträgers Junge Ulmer Kunst 2017, Christoph Büchler:

CLEMENT
Clement wuchs in Benin-Stadt, Nigeria, auf. Er hatte ein gutes Leben in seiner Familie. Doch dann kam es zur Katastrophe, als Terroristen von Boko Haram die Gewalt seine Welt trugen. Er musste aus seiner Heimat fliehen.
BENJAMIN
Benjamin wuchs im Norden von Nigeria auf. Er lebte in Nigerias Hauptstadt Abuja und wollte zum Nigerianischen Militär, um gegen Korruption und Kriminalität zu kämpfen. Auch seine Träume wurden zum Alptraum.


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