Tulpen in einer Kloschüssel

Warum kostet die Toilettenbenutzung im Stadthaus 50 Cent?

Die Toiletten im Stadthaus waren nicht als öffentliche geplant, sondern für die Ausstellungs- und Veranstaltungsbesucher. Dennoch suchen Tausende Menschen pro Jahr das Untergeschoss des Stadthauses nur auf, weil sie diese Toiletten den nur wenige Meter entfernten öffentlichen am Lautenberg vorziehen.
Diese Überfrequentierung hat Folgen, zum Beispiel ist der Unterhalt entsprechend teuer: Allein 20.000 Euro bezahlen wir pro Jahr für Wasser und Reinigung, und sogar der nie enden wollende Nachschub an grauem einlagigem Toilettenpapier (obwohl durchaus sparsam im Verbrauch) kostet richtig Geld.
Viele Toilettenbenutzer haben Verständnis dafür, dass wir sie bitten, sich an den Kosten zu beteiligen. Die Einnahmen aus der 50 Cent-Gebühr decken die Ausgabe bei Weitem nicht.

Kleine Stoffratten umwimmeln Klopapierrollen

Warum auch immer Sie das Stadthaus aufsuchen, Sie sind an sieben Tagen pro Woche herzlich eingeladen, bei freiem Eintritt die laufenden Ausstellungen im 2. und 3. OG anzuschauen. Das lohnt sich immer! Und der Bon aus den Toiletten-Schranken kann bei einem Einkauf an unserem Katalogstand sogar verrechnet werden.

Herzlich, Ihre Karla Nieraad (Leitung) und Ines Belgomri (Finanzen)

P.S. Weil wir das auch schon gefragt wurden: Nein, wer nur wegen der Toilette ins Stadthaus kommt, wird nicht in unserer Besucherzahlenstatistik erfasst.

"Das ist ein Kulturbruch"

Unsere Besucherin Inge Cincel plädiert für die Abschaffung von Gebühren für WC in öffentlichen Gebäuden:
"Inzwischen gibt es in Ulm meines Wissens keine öffentliche Toilette, die ohne Gebühr aufgesucht werden kann. Dieser Umstand ist ein Kulturbruch. Ich habe mich jetzt nicht kundig gemacht, aber es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn die öffentliche Bedürfnisanstalt nicht eine Errungenschaft der Aufklärung wäre..."

Frau Cincels vollständige Gegenrede lesen Sie im angehängten PDF.

Nicht nur im Stadthaus: Toilettennutzung 50 Cent.

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