Das romantisierte Image des weißen Cowboys prägt bis heute das Bild des „Wilden Westens“. Mit der Realität hat dieses Stereotyp nicht viel zu tun. Ein Viertel der Cowboys waren Afroamerikaner und haben diesen legendären Abschnitt der amerikanischen Geschichte entscheidend mitgeprägt. Doch Hollywood hat einen Mythos erschaffen, der aus ausnahmslos weißen "Westernhelden“ bestand, die zudem häufig nach realen Schwarzen Vorbildern entwickelt wurden. Somit wurde die Bedeutung der Schwarzen für die Entwicklung der USA übergangen. Durch dieses „Whitewashing“ weiß heute kaum jemand von der Existenz Schwarzer Cowboys.
Der US-Fotograf Richard Sharum richtet seinen Blick auf jene Bereiche der amerikanischen Gesellschaft, in denen der Mythos des „American Dream“ brüchig wird. Abseits gängiger Klischees zeigen seine Schwarz-Weiß-Fotografien individuelle Lebensrealitäten voller Verletzlichkeit, Widerstandskraft und stiller Würde. Seine Bildsprache ist ruhig und nahbar, ohne zu idealisieren oder zu entblößen – stets geprägt von respektvoller Aufmerksamkeit für den Menschen.
30 Jahre KlangHaus! Die Reihe, 1996 als „neue musik im stadthaus“ erfunden, heißt seit 2020 KlangHaus. Die künstlerische Leitung hat seit Beginn Jürgen Grözinger.
Beim Eröffnungskonzert Human Endeavor brachten Anna Clementi und das European Music Project David Langs Men, Anna Korsuns Tollers Zelle und Olga Neuwirths Hommage à Klaus Nomi zum Klingen. In einen Temple of Rhythm verwandelte die Christian Benning Percussion Group den Stadthaus-Saal am Freitag u.a. mit Steve Reichs Six Marimbas, Tamir Odeh Tamimis ROAÏKRON für 6 Schlagzeuge und Wolfgang Rihms Tutuguri VI (Kreuze).
Die acht Stücke von Transformations drehten sich um das Thema Wasser. Solist*innen des Abends waren u.a. Ichi Go (Tanz), Hayden Chisholm (Saxofon / Stimme) und Antonis Anissegos (Klavier). Zum Finale schuf Rei Nakamura am Flügel einen Palace of Sound mit Morton Feldmans Palais de Mari und dem Concerto for Piano and wireless speakers von Wojtek Blecharz (*1981) unter der Mitwirkung des Komponisten.
Am 26. April 1986 erschütterte die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl die Welt. Eine aus Reaktor 4 in die Atmosphäre hinausgeschleuderte radioaktive Wolke zog über ganz Europa hinweg.
Ein Gebiet mit einem Radius von 30 Kilometern um das Atomkraftwerk wurde zur Sperrzone erklärt. Mittlerweile erobert sich die Natur den von Menschen verlassenen Ort so still wie hartnäckig zurück. Einige Künstlerinnen und Künstler nehmen die Entwicklung genauer in Augenschein.
In den Tiefen des Urwaldes von Costa Rica liegt eine Wildnis, die älter ist als jede Zivilisation. Doch dieser Wald schwindet. Jedes Jahr werden Millionen Hektar Regenwald abgeholzt. Die Ausstellung bietet Einblicke in einen Ausschnitt des Regenwaldes und in die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Natur.
Weiterhin auf unseren Youtube-Kanal zu sehen: Die Ausstellungseröffnung. Swetlana Kreinert im Gespräch mit Alexander Honold; Prof. Dr. Marco Tschapka, Biologe, Tropische Ökologie, Universität Ulm
Nikita Teryoshin widmet sich in seiner fotografischen Arbeit den absurden, oft übersehenen Seiten des modernen Lebens. Mit einem feinen Gespür für Ironie und visuellen Witz dokumentiert er gesellschaftliche Widersprüche, Machtstrukturen und ökonomische Zusammenhänge – sei es in der Landwirtschaft, auf Reisen oder im urbanen Alltag. Sein Stil kombiniert dokumentarische Präzision mit surrealer Überzeichnung und einer eigenwilligen, oft humorvollen Bildsprache.
Weiterhin auf unseren Youtube-Kanal zu sehen: Die Ausstellungseröffnung. Ein Gespräch zwischen dem Fotografen Nikita Teryoshin und der Kuratorin dieser Ausstellung, Daniela Yvonne Baumann.
Mit dem Fotowettbewerb "Demokratie auslösen!" wendet sich das Stadthaus alle zwei Jahre an junge Menschen, um einen demokratischen Wert in den Fokus zu nehmen.
Erhältlich für 5 Euro im Stadthaus/Katalogstand Ebene 3, hier im Shop (zzgl. 3,50 € Porto und Verpackung) oder im Buchhandel.