Kräßliches Emil Kräß, Bildhauer der Münsterbauhütte i. R. Do. 08.05.2025 - Mo. 09.06.2025

Emil Kräß 2024 mit seinen Werken im Kehlturm, Wilhelmsburg
Emil Kräß 2024 mit seinen Werken im Kehlturm, Wilhelmsburg
© Martina Dach

38 Jahre lang war Emil Kräß als Steinmetz in der Ulmer Münsterbauhütte tätig.
Im November 2024 legte der dienstälteste Steimmetz des Münsters dann den Knüpfel aus der Hand und ging in den Ruhestand. Was freilich nicht bedeutet, dass er nicht weiter mit Hammer und Meißel aktiv ist. Denn neben seiner Arbeit als Steinmetz hat der Holzschwanger auch seinen ganz eigenen, künstlerischen Umgang mit Sand- und Kalkstein gefunden.

Über die Ausstellung

Kräß, der schon seit vielen Jahren in der Neu-Ulmer Künstlervereinigung Kunstbauraum sowie im Kunstverein Senden Mitglied ist, schafft kreative Kunstwerke – hauptsächlich aus Stein, aber auch aus Metall oder Holz. Das Verblüffende an seiner bildhauerischen Arbeit ist, dass man auf den ersten Blick oft gar nicht erkennt, dass es sich um Kunstobjekte handelt. Da steht ein Koffer mit Metallbeschlägen und Lederecken, bei dem man erst beim Anheben merkt, dass der Korpus aus Stein gehauen ist. Auf einem Stuhl liegt ein Kissen, daneben hängt ein schwarzer Mantel an der Wand. Erst beim Danach-Greifen stellt man fest, dass beides aus Stein ist.

Mit solchen Arbeiten verblüfft Emil Kräß die Besucher*innen immer wieder. Daneben zeigt er im Stadthaus auch Arbeiten, die sein künstlerisches Geschick im Umgang mit dem steinernen Ausgangsmaterial unterstreichen: steinerne Kettenglieder etwa, oder eine aufgeschnittene Pfirsichhälfte.

Außerdem sind in der Ausstellung Fotos von Ralf Just zu sehen.

Kurator: Dr. Raimund Kast 
 

Emil Kräß: o. T. (Wäscheleine)
Ein Werk von Emil Kräß
© Martina Dach