Erste flächendeckend auf den Böden des Stadthauses inszenierte Ausstellung.
Die schweizer Objektkünstlerin sammelt, was an europäischen Küsten an Artefakten angeschwemmt wird. Die Fundstücke breitet sie auf großen Tüchern aus.
An diesem Konzertwochenende sollten unterscheidlichste Werke des 20. Jahrhunderts zu Gehör gebracht werden, die im vielschichtigen Spannungsgefüge zwischen Sprache, Text und Musik angesiedelt sind. "Dem Menschen wurde die Sprache gegeben, damit er einen surrealistischen Gebrauch davon mache," hatte Andre Breton im 1924 erschienenen "Ersten Surrealistischen Manifest" postuliert. Von den mannigfaltigen Möglichkeiten, die die Verbindung von Sprache und Musik hinsichtlich Bretons Forderung bietet, konnte man in beiden Konzerten einige grundlegende erleben.
In der Reihe "Neue Musik" im Stadthaus stellte Jürgen Grözinger mit dem European Music Project unterschiedliche Aspekte des Zusammenspiels von Film und Musik anhand von vier herausragenden Musikwerken vor. Was im Stadthaus aufgeführt wurde, hob sich ab vom üblichen Hollywood-geprägten Klischee des Soundtracks. Die Live-Aufführung der Musik von Violeta Dinescu zu Friedrich W. Murnaus Stummfilmklassiker „Tabu“ war ein Erlebnis. Mit den fünf Orchesterstücken aus dem Film „The 400 Million“ wurde dem 100. Geburtstag von Hanns Eisler gedacht, der, einstiger Weggefährte von Bertolt Brecht und Ernst Busch, in die USA emigrierte und dort einige erfolgreiche Filmkompositionen schuf.
Erste Ausstellung zur Beziehung von Mensch und Natur im Stadthaus.
Der Naturforscher, Künstler und weitgereiste Humanist herman de vries erklärt, „natur ist sich selber genug und soll dem menschen auch genug sein. was wir von natur noch um uns finden können (ich sage bewusst nicht „haben“), hat keine menschlichen zufügungen nötig. sie ist sich selbst – und für uns – eine offenbarung, die meist nicht wahrgenommen wird... natur ist kunst.“ (herman de vries: ich hasse kunst in der natur!, 1993).
In der von Jürgen Grözinger geleiteten Reihe ging es diesmal um den Aspekt "Klang", der in seiner revolutionären Wandlung während dieses Jahrhunderts für die abendländischen Musik zu einem der bedeutendsten Gestaltungsfaktoren geworden ist. Neben der Musik des im Zentrum der Programme stehenden Komponisten Giacinto Scelsi, dem Schöpfer eines oft als geradezu "magisch" bezeichneten Klanges, waren die wichtigsten Innovatoren dieser Entwicklung mit großartigen Kompositionen zu hören. Die Linie zog sich von Claude Debussy und Maurice Ravel über Edgard Varese hin zu Giörgy Ligeti und Iannis Xenakis bis zu der jungen Engländerin Rebecca Saunders.
Zum Werk von Otl Aicher (*1922 in Ulm-1991), einem der erfolgreichsten und bekanntesten Gestalter der Bundesrepublik und Mitbegründer der Hochschule für Gestaltung in Ulm (1953-1968).
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Museum Ulm.
Aus Anlass des "Schubert-Jahres 1997" widmete sich die "Neue Musik im Stadthaus" dem Thema "Franz Schubert in der Musik des 20. Jahrhunderts". Nicht wenige Komponisten setzten sich auf unterschiedliche Weise mit ihrem Vorgänger Franz Schubert auseinander. Dies reichte von Instrumentierungen und Bearbeitungen, durch welche sich völlig neue Blickwinkel auf sein Werk ergaben, über Herausgreifen markanter Züge seines Komponierens, welche in der persönlichen Musiksprache weiterentwickelt wurden und so als Anstoß für das eigene Stück fungierten, bis zu selbst bekundeten Wesensverwandtschaften.