Kathrin Linkersdorffs faszinierende, großformatige Werke bewegen sich zwischen Kunst und Wissenschaft. Mit Experimenten, in denen sie das Wesen und die Strukturen von Pflanzen erforscht, bewegt sie sich an der Schnittstelle zu Botanik und Mikrobiologie. So setzt sie gezielt Prozesse des Zerfalls in Gang, um die innere Struktur von Blüten freizulegen und diese dann in fotografischen Inszenierungen festzuhalten.
Weiterhin auf unseren Youtube-Kanal zu sehen: Die Ausstellungseröffnung.
Pflanzen kommunizieren, teilen, sind lernfähig und verfolgen sogar Mobilitätsstrategien. Die Biowissenschaften decken immer mehr Informations-Austauschprozesse auf: zwischen Pflanzen untereinander, aber auch zwischen Pflanzen und anderen Lebewesen. Die Künstlerinnen Paula Bruna, Barcelona (*1978), Katrin Petroschkat. München (*1979) und Saša Spačal, Ljubljana (*1978), eröffnen ungewöhnliche Zugänge zu Pflanzen und ihren Umwelten. Ihre Arbeiten beleuchten neue Aspekte botanischer Körperlichkeit, Interaktion und Kommunikation. Die Ausstellung lädt ein, Zeit mit Pflanzen zu verbringen; hineinzuhören und hineinzuriechen in ihre Welten und Lebensäußerungen.
38 Jahre lang war Emil Kräß als Steinmetz in der Ulmer Münsterbauhütte tätig.
Im November 2024 legte der dienstälteste Steimmetz des Münsters dann den Knüpfel aus der Hand und ging in den Ruhestand. Was freilich nicht bedeutet, dass er nicht weiter mit Hammer und Meißel aktiv ist. Denn neben seiner Arbeit als Steinmetz hat der Holzschwanger auch seinen ganz eigenen, künstlerischen Umgang mit Sand- und Kalkstein gefunden.
Dreiundzwanzig Mal porträtierte Herlinde Koelbl Angela Merkel. Das Setting war immer gleich: eine weiße Wand, ein Stuhl und keine Anweisungen von der Fotografin. Die Fotos zeigen Angela Merkel während ihres Aufstiegs von „Kohls Mädchen” zur mächtigsten Regierungschefin der Welt.
Weiterhin auf YouTube Stadthaus Ulm: der Mitschnitt der Ausstellungseröffnung.
Die Porträtkunst von Angelika Platen zeigt sich im Geschick der Fotografin, in einem einzigen Bild die Essenz einer künstlerischen Persönlichkeit in Verbindung mit deren Werk darzustellen.
Weiterhin auf YouTube Stadthaus Ulm: der Mitschnitt der Ausstellungseröffnung.
Die Welt befindet sich in einem Prozess der Transformation, der sich in einer zunehmenden Zahl von Krisen äußert. Durch die Globalisierung, den Klimawandel, technologische Entwicklungen, Kriege und deren weitreichende Folgen verschwinden bekannte Strukturen, ohne dass neue Ordnungen sie bereits vollständig ersetzt hätten. Die Gruppenausstellung HOME AGAIN zeigt 14 Positionen zeitgenössischer Fotografie und Videokunst, die die menschliche Anpassungsfähigkeit einer sich rasant wandelnden Gesellschaft untersuchen.
Mit Arbeiten von: M L Casteel, Hannah Darabi, Göran Gnaudschun, Andy Heller, Ulrike Kolb, Oliver Krebs, Eva Leitolf, Wiebke Loeper, Ute Mahler und Werner Mahler, Jana Sophia Nolle, Ingmar Björn Nolting, Peter Piller, Minna Rainio und Mark Roberts, Elena Subach. Gastkuratoren: Andy Heller, Oliver Krebs.
Weiterhin auf YouTube Stadthaus Ulm: der Mitschnitt der Ausstellungseröffnung.
Als vor 12.000 Jahren die Gletscher der letzten Eiszeit schmolzen, entstand im heutigen Nordosten Deutschlands, in Mecklenburg-Vorpommern, eine von zahllosen Gewässern durchzogene Landschaft. Flüsse und Bäche von insgesamt 26.000 km und mehr als 2.200 Seen prägen die Topografie.
Die Auswirkungen menschlicher Zivilisation, etwa die intensive landwirtschaftliche Nutzung, die Industrialisierung der Landwirtschaft und die Erwärmung durch den Klimawandel sind der größte Risikofaktor für den Bestand dieser Biotope.
Weiterhin auf YouTube Stadthaus Ulm: "Hans-Christian Schink: Unter Wasser", Fotograf Hans-Christian Schink im Gespräch mit Kurator Dr. Raimund Kast
Nach langen parlamentarischen Diskussionen und heftigen Protesten von Umweltschützer*innen wurden im Mai 1990 auf dem Gelände des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung in Köln 30.700 gentechnisch veränderte Petunien ausgepflanzt. Nach dem Versuch wurden alle zerstört, um eine Verbreitung der gentechnisch veränderten Art zu verhindern. Doch 2015 tauchte genau diese in einem Blumentrog am Bahnhof von Helsinki wieder auf. Die Geschichte ist wahr, Pichlers Fotos sind es nicht zwingend.
Weiterhin auf YouTube Stadthaus Ulm: "Klaus Pichler: Das Petunien-Gemetzel", Kurator Dr. Raimund Kast im Gespräch mit Klaus Pichler