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Zeitgeschichte - am Landgericht Ulm, Olgastraße 106
Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm e.V. - KZ-Gedenkstätte, Initiativkreis für ein Erinnerungszeichen, Stadt Ulm, Land Baden-Württemberg, Landgericht und Amtsgericht Ulm
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Einweihung des Erinnerungszeichens für die Ulmer Opfer von NS-Zwangssterilisation und „Euthanasie“-Morden

Visualisierung: Braun Engels Gestaltung
vor dem Landgericht Ulm, Olgastraße 106

Erstmalig wird in der Stadt an einem zentralen Platz an jene Ulmer Bürger/innen erinnert, die im Nationalsozialismus wegen ihrer Krankheit oder Behinderung verfolgt und ermordet wurden. Das Denkzeichen, entworfen von Gerhard Braun (Braun Engels Gestaltung, Ulm), wird am Landgericht errichtet, weil sich hier das Erbgesundheitsgericht und vis-a-vis das Gesundheitsamt als Tatorte befanden. 1155 Frauen und Männer wurden ab 1934 dazu verurteilt, sich gegen ihren Willen sterilisieren zu lassen. Sie galten nach der NS-Ideologie als nicht „fortpflanzungswürdig“. Mindestens 184 Menschen wurden 1940-1945 als „lebensunwert“ ermordet.
Das Denkzeichen gibt historische Informationen über Tathintergründe und würdigt die Opfer.

Es laden ein: Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm e.V.  - KZ-Gedenkstätte, Initiativkreis für ein Erinnerungszeichen, Stadt Ulm, Land Baden-Württemberg, Landgericht und Amtsgericht Ulm

Mit:
Manfred Lucha, Minister für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg
Oberbürgermeister Gunther Czisch
Lutz-Rüdiger von Au, Präsident des Landgerichts
Dr. Nicola Wenge, Leiterin des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg
Dr. Mark Tritsch, Initiativkreis für ein Erinnerungszeichen
Thomas Stöckle, Leiter der Gedenkstätte Grafeneck, führt in die historischen Hintergründe ein.