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fotografie
20. September 2019 - 12. Januar 2020
Elegant und fabulös
Douglas Kirkland: "An Evening with Marilyn" und "Coco Chanel - Three Weeks"

Coco Chanel in ihrem Atelier, 31 Rue Cambon, Paris, 1962 ©Douglas Kirkland/Photo Op
Coco Chanel in ihrem Atelier, 31 Rue Cambon, Paris, 1962. Foto: Douglas Kirkland
©Douglas Kirkland/Photo Op
Ein Fotograf. Zwei außergewöhnliche Frauen und Ikonen der Fotografie.

Es gibt kaum eine Größe aus dem Film-, Show- oder Musikbusiness, die oder den der amerikanische Fotograf Douglas Kirkland (* 1934) nicht porträtiert hat: Sting, Mick Jagger, Marilyn Monroe, John Lennon, Elizabeth Taylor, Richard Burton, Brigitte Bardot, Marlene Dietrich, Romy Schneider und, und, und ....
Auch Kirkland wurde weltberühmt - auch durch seine Porträtfotografien für die Zeitschriften "Look" und "Life".

Marilyn Monroe, Hollywood, 1961 © Douglas Kirkland/Photo Op
Marilyn Monroe, Hollywood, 1961. Foto: Douglas Kirkland
© Douglas Kirkland/Photo Op

Seine Fotografenlaufbahn begann Kirkland im Alter von 24 Jahren als „Staff Photographer“ beim US-Magazin Look, einer 1937 begründeten, großformatigen Publikumszeitschrift mit breiter Themenpalette. Hier wurde Wert auf qualitätvolle Fotografien gelegt.

Von Look erhielt er 1961 den Auftrag für eine Fotoserie mit Marilyn Monroe. Ziel war, eine Cover-Aufnahme für die 25-jährige Jubiläumsausgabe des Hochglanzmagazins abzulichten. Diese „Nacht mit Marilyn“-Fotoserie ließ den jungen Fotografen weltbekannt werden. Das Shooting wurde, wie er selbst sagt, der „denkwürdigste Abend“ seines Lebens. Marilyn Monroe, zu der Zeit, im Jahr vor ihrem Tod, wohl schon alkoholabhängig und tablettensüchtig, bestimmte selbst, wie sie posieren wollte. Das war genau die Methode, wie Kirkland gerne arbeitete. Marilyn wollte Seide, weiße Seide über ihrem unbekleideten Körper, sie wollte Frank Sinatra hören und sie wollte Dom Pérignon schlürfen. Das entsprach ihrem Lebensgefühl. So entstanden jene Fotos, die die Monroe unvergesslich machten und Kirkland berühmt. Marilyn selbst traf die Auswahl jener Aufnahmen, die für die Nachwelt erhalten bleiben sollten. Negative, die nicht ihrem Schönheitssinn gerecht wurden, zerschnitt sie vor Kirklands Augen. Was sie von dieser ungewöhnlichen Fotosession gelten ließ, ist in der Stadthaus-Ausstellung zu sehen.

Coco Chanel auf einem Foto von Douglas Kirkland, 1962
Coco Chanel, 1962. Foto: Douglas Kirkland
© Douglas Kirkland/Photo OP

Ein Jahr später, im Sommer 1962, entstand die Serie über Coco Chanel. Kirkland, der damals für Look in Paris arbeitete, begleitete sie drei Wochen lang mit seiner Kamera auf dem Weg von ihrer Suite im Ritz, fotografierte sie in ihrem Appartement, im Studio 31 in der Rue Cambon und bei einer Modenschau. Seine Bilder zeigen die 79-jährige Mode-Ikone bei der Arbeit im letzten ungetrübten Jahr ihrer beispiellosen Karriere: amüsiert, kokett, trotzig, professionell, freundlich, jung, energiegeladen.

Kirkland ging als Fotojournalist nach Griechenland, in den Libanon und nach Japan. Und er arbeitete bei über 100 Filmproduktionen als Set-Fotograf. Dass Kirkland in seinem langen Berufsleben zahlreiche Auszeichnungen erhielt - darunter den World Press Award in der Kategorie Kunst und Unterhaltung - ist fast schon selbstverständlich. Heute lebt Kirkland, der einen Monat vor der Ausstellungseröffnung im Stadthaus seinen 85sten Geburtstag feiert, in Los Angeles.

Eröffnung: Donnerstag, 19. September 2019, 19 - 21 Uhr
Projektleitung: Dr. Raimund Kast

Die Ausstellung wird organisiert in Zusammenarbeit mit Photo Op.

Mit freundlicher Unterstützung durch