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Dauerausstellung
01. January 2019
Unterirdisch!
Ebene -1
Was unter dem Münsterplatz verborgen lag

Unterirdisch! Was unter dem Münsterplatz verborgen lag. Archäologie im Stadthaus
Blick in die Ausstellung
Foto: SP / Stadthaus Ulm
Ulms gefühlter Mittelpunkt ist der Münsterplatz. An dieser Stelle haben Menschen Spuren ihrer jeweiligen Zivilisation hinterlassen. Sie reichen mehr als vier Jahrtausende zurück, weit vor den Bau des Ulmer Münsters.

Replik des so genannten Glockenbechergrabes. Foto: Felix Nolze
Replik des so genannten Glockenbechergrabes
Foto: Felix Nolze
Stadthaus-Archiv

Bevor gut 100 Jahre und 17 Architekturwettbewerbe, Gutachten und Entwurfseingaben später 1991 mit dem Bau des Stadthauses begonnen wurde, leitete das Landesdenkmalamt umfangreiche Grabungen im Bereich der späteren Baugrube und auf dem Münsterplatz ein. Die Lage des Platzes ließ auf Spuren regen Lebens über die Jahrhunderte hinweg hoffen. Die Archäologen wurden nicht enttäuscht. Die Sensation der Grabungen war sicher die Grabgrube einer etwa 30-jährigen Frau unter den Fundamenten des früheren Barfüßerklosters: Ein Grab aus der so genannten Glockenbecherzeit vor jetzt mehr als 4300 Jahren. Weitere Funde deuteten auf eine Besiedlung in der Alamannen-Zeit und zeugten vom Leben an diesem Ort während des Hoch- und Spätmittelalters bis in die Neuzeit hinein.

Spinnwirtel, Nähnadel, zerbrochenes Webgewicht und Gussform
Blick in die Vitrine "Handel, Handwerk, Stadtgesellschaft": Spinnwirtel, Nähnadel, zerbrochenes Webgewicht und Gussform
Foto: SP/Stadthaus
Leihgaben des ALM BW

Bis 2014 informierte eine im Untergeschoss eingerichtete archäologische Ausstellung über die Grabungsergebnisse. Diese wird nun in Zusammenarbeit mit dem Ulmer Museum, dem Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm, der Touristinformation Ulm / Neu-Ulm, dem Ulmer Münster und dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg überarbeitet und in ein neues Gewand gekleidet. Die Texte schrieben der Historiker und Journalist Dr. Wolf-Henning Petershagen und Stadthausleiterin Karla Nieraad, für die Inszenierung und Grafik konnten wir Felix Nolze, Christian Eckelmann und Tim Jolas von der Agentur "Rotes Pferd" aus Berlin gewinnen.

Projektleitung: Dr. Sabine Presuhn

Die Ausstellung wird unterstützt durch
die Stadt Ulm, die Josef Gartner GmbH, Gundelfingen, und das Erste Ulmer Bestattungsinstitut Helmut Streidt.

Ferner wird die Ausstellung gefördert und unterstützt durch die pro ulma STIFTUNG