Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg und Stadthaus
Lesung und Gespräch mit Rafael Seligmann
Zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur

1957 kam Rafael Seligmann mit seinen Eltern nach Deutschland. Er war damals 10 Jahre alt. Sein Vater Ludwig war in Günzburg aufgewachsen und 1934 mit seinem Bruder vor den Nazis geflohen. Trotzdem empfindet er Deutschland als seine Heimat. Für seine Mutter ist und blieb es das Land, das für ihre Familie den Vernichtungstod bedeutete.

Seligmann schreibt seit Ende der 1970er Jahre provokant und schonungslos über das deutsch-jüdische Verhältnis, in dem er selbst lebt. Er möchte mit seinen Essays, Romanen und Sachbüchern beitragen zu seinem kritischen, aber "normalen" Zusammenleben.

Seligmanns Hauptwerk ist die Familien-Trilogie Lauf Ludwig, lauf (2019), Hannah und Ludwig (2020) und Rafi, Judenbub (2022), die literarisch erzählte Geschichte seiner Eltern, die die Zeit von 1907, dem Geburtsjahr des Vaters, bis zum Todesjahr der Mutter, 1990 umspannt. Im letzten Band erzählt der Autor seine eigene Geschichte. 

Eine gemeinsame Veranstaltung von Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm e.V., Stadthaus Ulm und Stiftung Erinnerung Ulm.

Eintritt: 5,00 Euro