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next festival: "Monte Verità" April 2020

"BEAUTYbroken" 2016
"BEAUTYbroken" 2016
Foto: Rainer Zimmermann

Zwischen Technik, Wissenschaft und Kunst bestehen vielerlei Wechselwirkungen. Mit experimentellen Formen aktueller Klangkunst und Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts finden Ulmer Identitäten wie "Science Park" und "Wissenschaftsstadt" in dem Festival "neue musik im stadthaus ulm" ihren Widerhall im Kulturleben der Stadt.

Jürgen Grözinger
Jürgen Grözinger
Foto: Stadthaus Ulm

Das Festival steht von Beginn an, seit 1996, unter der künstlerischen Leitung von Jürgen Grözinger. Es findet seit 2014 biennal statt.
Die Konzertprogramme sind eine Einladung an alle, sich auf das Abenteuer „Musik Erleben“ einzulassen.
Meisterwerke zeitgenössischer Kammermusik des 20. und 21. Jahrhunderts treffen auf Werke junger Komponistinnen und Komponisten, Elemente der Pop- und Club-Musik auf experimentelle und überraschende Klänge wie auch auf Spieltechniken verschiedener musikalischer Kulturen.

Eros 2008
"Eros" 2008 Jürgen Grözinger im Gespräch mit Michael Nyman
Foto: Stadthaus Ulm

Das Festival sieht sich nicht in erster Linie als Ort für Uraufführungen, sondern fühlt sich den herausragenden Werken zeitgenössischer Kammermusik der letzten Jahrzehnte - und darüber hinaus – verpflichtet. Ein besonderes Augenmerk bei der Programmplanung liegt auf unterschiedlichsten Traditionen europäischer Musik und den vielfältigen Einflüssen anderer Kulturen.

"Spaces" 2014
"Spaces" 2014
Foto: Stadthaus Ulm

Das lebendige Programm, der breite Zuspruch und die Beachtung weit über Ulm hinaus ist der ungewöhnlichen und wohlbedachten Planung Jürgen Grözingers zu verdanken.
Im Herbst 2015 war Jürgen Grözinger vom Europabüro der Stadt Ulm eingeladen worden, in der Reihe "Ulmer Reden für Europa" zu sprechen. Seine Rede über Identitäten und Kulturen, über Europa und Ulm ist in der Reihe "edition stadthaus" veröffentlicht worden.

Proben beim Festival "Africa" 2006
Proben beim Festival "Africa" 2006 mit Michiko Hirayama
Foto: Eva Stotz

In unserem Archiv finden Sie unter den jeweiligen Jahren Informationen zu den zurückliegenden Festivals, z.B.:
"Beauty Broken" 2016
"Spaces" 2014
"Israel" 2013
"John Cage" 2012
"last echo of feeling" 2011

Kai Geiger, Herausgeber des Magazins Arttourist.com, hat zur Entstehung und der Bedeutung des Festivals für Ulm ein Interview mit Jürgen Grözinger geführt. Das Interview finden Sie hier.

konzept
Kombination aus Architektur und Musik

"Sternennacht" 2009. Musiker und Zuhörer in den Rotunden des Stadthauses bei John Cages "Atlas Eclipticalis".
Foto: Rainer Zimmermann

Neugier zu wecken für aktuelle Musik, das ist die Idee des Festivals. Neue, offene Präsentationsformen sind elementarer Teil des Konzepts. Oft wird die konventionelle, räumliche Trennung von Musikern und Publikum aufgelöst, im Saal selbst oder durch die Bespielung aller Ebenen des Stadthauses. Fast scheint es selbstverständlich, dass der Zusammenarbeit mit Künstlern auch anderer Sparten der zeitgenössischen Kunst- und Tanz-Szene Raum gegeben wird.

Stadthaus und Ulmer Münster.
© Stadthaus Ulm

Eine besondere Bedeutung kommt beim Festival jedoch der modernen Architektur Richard Meiers zu, die inspirierend auf Musikerinnen und Musiker wie auf das Publikum wirkt. So entsteht ein ideales Forum für neue Musik im Herzen der Stadt, in unmittelbarer Nachbarschaft zum gotischen Ulmer Münster.

Durch diese Kombination von Architektur und Musik, sowie die stets dem Publikum zugewandten Programme entstand in den 20 Jahren seines Bestehes ein überregional bedeutendes und vielfach als „kleines feines“ und „anderes“ bezeichnetes Festival für neue Musik. Durch vielfältige Hinführungen fühlt sich das Publikum eingeladen, sich auf das Abenteuer "neue Musik erleben" einzulassen.

mitwirkende
European Music Project und Gäste

European Music Project
European Music Project.
Foto: Stadthaus Ulm

Ein besonderer Glücksfall ist das „European Music Project“ (EMP) als Ensemble in Residence, das sich aus einem Stamm exzellenter Solistinnen und Solisten aus renommierten Ensembles der europäischen Musikszene zusammensetzt und - abgestimmt auf die Bedürfnisse der Programme - von weiteren hochkarätigen Musikerinnen und Musikern ergänzt wird. Diese Konstellation erlaubt dem Festival, auch anspruchsvollste und in ihrer Besetzung ungewöhnliche Werke ins Programm zu nehmen.

Karla Nieraad, Michael Nyman und Jürgen Grözinger
Karla Nieraad, Michael Nyman und Jürgen Grözinger.
Foto: Stadthaus Ulm

Den weit verzweigten Verbindungen Jürgen Grözingers ist es zu verdanken, dass Künstlerinnen und Künstler von Weltrang das Festival über die Jahre prägten. Große Komponisten wie Michael Nyman, David Lang, Klaus Huber, Samir Odeh-Tamimi, Bernd Franke oder Dieter Schnebel ließen es sich nicht nehmen, zur Aufführung ihrer Werke nach Ulm zu reisen. Zugleich sucht das Festival immer wieder Kooperationen mit lokalen Institutionen, zum Beispiel mit der Musikschule Ulm, der Münstergemeinde oder dem Ulmer Spatzenchor.