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Neue Musik
06. Mai 2003 - 11. Mai 2003
Orient Okzident

Zentrales Anliegen des Festivals neuer Musik war der viel beschworene Dialog der Kulturen.

Eröffnet wurde die Reise zwischen den Kulturen mit dem Werk "Die Erde bewegt sich auf den Hörnern eines Stiers" des Schweizers Klaus Huber, dessen Schaffen schon seit langem von einem klaren politisch-humanistischen Bekenntnis geprägt war. Die Assemblage für Sufi-Sänger, arabische und europäische Musiker sowie sechskanalige Tonbandinstallation war Hubers erste Auseinandersetzung mit arabischer Musik. Sie basierte auf Gedichten des Palästinensers Mahmoud Darwisch.

Neben einem auf mehrere Konzerte verteilten Porträt der aserbaidschanischen Komponistin Frangis Ali-Zadeh, die durch ihre Arbeit mit dem Kronos-Quartett und die Teilnahme am "Silk Road-Projekt" des Cellisten Yo-Yo Ma internationale Berühmtheit erlangte, wurden Komponisten aus Ägypten, Tadschikistan und Usbekistan vorgestellt.

Ein halbdokumentarischer Film über das zentrale Instrument der arabischen Musik, die Laute "Oud", in dem neben dem berühmten ägyptischen Geiger Abou Dakr auch der deutsche Oud-Spieler Roman Bunka zu sehen war - er war auch selbst in einem Konzert zu erleben -, rundete das musikalische Programm ab.