29. September 2022 - 15. Januar 2023
Peter Bialobrzeski: City Diaries
Eröffnung Mittwoch, 28. September 2022, 19 Uhr

Straßenszene in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch. Gebäude und Gewimmel auf der Straße sind zu sehen.
Dhaka Diary
© Peter Bialobrzeski
Peter Bialobrzeski, Jahrgang 1961, ist einer der bekanntesten und international erfolgreichsten deutschen Fotografen der Gegenwart. Für sein Werk erhielt er den Ernst-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Fotografie und den renommiertesten Preis für Fotojournalismus, den World Press Photo Award.

In seiner fotografischen Arbeit geht Bialobrzeski auf Spurensuche, macht gesellschaftliche und soziale Veränderungen fest. Nicht Menschen, sondern, Orte, Städte, Metropolen, urbane Räume, zieht er für seine Analysen heran. Zwischen 2011 und 2016 entstand die Werkserie Die zweite Heimat, für die er Städte wie Berlin, Bottrop, Hamburg, Meißen oder Offenbach fotografisch festhielt, aber auch das weite Dazwischen, das Fremdvertraute, wo sich Garagentore, Laternen und Tankstellen aneinanderreihen – er selbst spricht von der „Erforschung der sozialen Oberfläche Deutschlands“.

Vor einem tristen, kahlen Häuserblock liegt eine Person unter einem weißen Pkw, Kofferraum, Kühlerhaube und Fahrertür sind offen. Eine weiter Passant läuft am Haus vorbei.
Minsk Diary
© Peter Bialobrzeski

Seine City Diaries sind fotografische Bestandaufnahmen vor allem europäischer und asiatischer Großstädte. Minsk Diary setzt sich mit dem Alltag zwischen Tradition und herrschender Realität in Belarus auseinander – angesichts der aktuellen Spannungen und dem autoritär regierenden Machthaber Alexander Lukaschenko ein hochaktuelles Thema.
In Kalkutta Diary ist es die verschwindende, bröckelnde Pracht der Paläste und Villen des einst glanzvollen bengalischen Großbürgertums und in seinem Dhaka Diary das völlig hemmungslose, ungehemmte Wachstum asiatischer Metropolen, das er in den Fokus nimmt. Es vermittelt dem Betrachter die Erkenntnis, dass hier eine unumkehrbare Veränderung städtischer Lebensräume stattfindet.

Kurator: Dr. Raimund Kast

Wir danken der Ulmer Heimstätte für die Unterstützung