In acht Interviews erklären Frauen ihre Sicht auf die Frage der Kopfbedeckung. Die Jüdinnen, Christinnen und Musliminnen sprechen über Vorurteile, ihre Beweggründe und Erfahrungen, mit oder ohne eine Kopfbedeckung zu leben. Ob mit Perücke, Kopftuch, Ordenstracht oder ohne, in ihrem Wunsch nach mehr Respekt und Offenheit sind sie sich alle einig.
Die Interviews führten Schülerinnen und Schüler des Hans und Sophie Scholl-Gymnasiums Ulm begleitend zur Ausstellung "Perücke, Kopftuch, Ordenstracht" im Jahr 2019 im Stadthaus Ulm.
Ulm, 2019 / 2. Aufl. 2024
Diese edition entstand aus einem Vortrag, den Julia Noah Munier anlässlich des von den Vereinten Nationen initiierten „Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ am 27. Januar 2018 im Stadthaus Ulm gehalten hat.
Sie ist den Schicksalen derjenigen Männer gewidmet, die nach § 175 durch das NS-Regime verfolgt wurden. Männern also, die Männer liebten, die sich sexuell zu ihnen hingezogen fühlten, die Sex mit Männern hatten und die darum in der Zeit des NS-Terrors drangsaliert und ermordet wurden.
Ulm, 2018
Sophie von Hatzfeldt (1805 - 1881) führte einen spektakulären Scheidungsprozess. Ihr rechtlicher Beistand war der junge Ferdinand Lassalle, den die 20 Jahre ältere Gräfin persönlich, politisch und finanziell massiv förderte. Lassalle gilt als der Urvater der SPD, die Aufsehen erregende Gräfin indes wird von der Geschichtsschreibung nur wenig beachtet. Die ungewöhnliche Beziehung von Hatzfeldt und Lassalle markiert auch eine Zäsur im Leben des späteren Fotografen Felix Alexander Oppenheim (hierzu auch Band 18 der edition stadthaus).
Ulm, 2016 / 2. Aufl. 2023
Nach dem jähen Ende seiner juristischen Laufbahn wandte sich der Bankierssohn Felix Alexander Oppenheim der Fotografie zu und bereiste in den 1850er Jahren Griechenland, Spanien, den Orient und Deutschland. Er war an Baudenkmalen interessiert, so auch am spätgotischen Ulmer Münster oder dem Ulmer Rathaus. Seine zwölf Fotos von Ulm, entstanden 1856, gehören zu den ältesten Aufnahmen der Stadt. In der Rückschau zählen Oppenheims Bildkonvolute zu den wichtigsten Werken der frühen deutschen Fotografie.
Ulm, 2016 / 3. Aufl. 2026
Der Musiker Jürgen Grözinger beleuchtet aus dem Blickwinkel eines Kulturschaffenden, was Europa für ihn bedeutet.
Jürgen Grözinger, Sohn der Stadt Ulm, studierte klassisches Schlagzeug und Kulturmanagement. Er spielt in unterschiedlichen Orchestern und Ensembles sowie als Solist im In- und Ausland. Seit 1996 ist er künstlerischer Leiter des Festivals neue musik im stadthaus und leitet das European Music Project.
Ulm, 2016
Wenn Tauben über der Erde gleiten, sehen sie diese so wie wir sie in unseren nächtlichen Träumen vom Fliegen erleben. Anfang des 20. Jahrhunderts experimentierte der Apotheker Julius Neubronner (1852 -1932) aus Kronberg mit Miniaturkameras an Brieftauben.
Das Stadthaus hat seinen Bericht darüber, wie er als 12-Jähriger im Jahre 1864 zwei Taler in Porträtfotos von sich selbst investierte und wie er vierzig Jahre später die Brieftaubenfotografie erfand, an welcher selbst das Kriegsministerium vorübergehend Interesse zeigte, neu aufgelegt. Ergänzend dazu eine Betrachtung von Karla Nieraad über Tauben im Krieg.
Ulm, 2014 / 2. Aufl. 2017
Blicke ins Innenleben des Universum Centers, das vor 40 Jahren Ulms verheißungsvollstes Bauprojekt war. Pressefotos aus den 70ern und aktuelle von Solveig Schmid, Dieter Hirt u.v.m., ein bisher unveröffentlichtes Foto vom Penthouse 2011 im Renovierungsstadium, eine Reportage über das Leben im Universum Center von Manuel Bogner, und Sven-Inge Meissel schreibt über die Schönheit des Baus und beantwortet die Frage, warum er ihn liebt.
Ulm, 2011
Am 13.4.2026 deaktiviert, abverkauft. (KS)
Mit welcher Botschaft haben die Pfarrer im Ersten Weltkrieg die jungen Männer an die Front - und damit oft auch in den Tod geschickt?
Diese Frage beschäftigt Reinhart Müller, seit er 1988 sein Amt an der Pauluskirche antrat. Elf Jahre lang war er Pfarrer an der Ulmer Pauluskriche, die ursprünglich für die evangelische Garnison gebaut wurde. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs waren zwei Drittel der 10.000 in Ulm stationierten Soldaten evangelisch. Bis Ende des vier Jahre dauernden Krieges haben 37.000 evangelische Ulmer Soldaten den Tod gefunden, und die Überlebenden waren meist an Leib und Seele verwundet.
Zum 100-jährigen Bestehen der Pauluskirche hat das Stadthaus dem Bauwerk eine große Architekturausstellung gewidmet.
Ulm, 2011 / 8. Aufl. 2026