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geplante Eröffnung/planned opening: 15. Mai 2020
16. Mai 2020 - 27. September 2020
Die Welt, ein Raum mit Flügeln
Albrecht Ludwig Berblinger zum 250. Geburtstag. Geplante Eröffnung: Fr. 15. Mai

Mann steht im freien mit Rakete auf dem Rücken
Foto: Bradley Phillips „Rocket“ (Bearb. Dentler/ Peter)
Albrecht Ludwig Berblinger stürzt am 31. Mai 1811 mit seinem Hängegleiter vor den Augen von Herzog, Prinzen und einer johlenden Menge Ulmer in die Donau, die er eigentlich hat überfliegen wollen.
Heute wissen wir, dass er ein Visionär war. Er wusste, dass die Welt ein Raum mit Flügeln ist.

Mumbai 1895: Der indische Sanskrit-Gelehrte Shivkar Bāpuji Talpade träumt davon, einen unbemannten Flugapparat gen Himmel zu schicken. Bis in 1500 Fuß Höhe soll er aufsteigen können. Es funktioniert - vier Jahre, bevor die Gebrüder Wright mit dem Bau des (angeblich) ersten Flugapparats der westlichen Welt beginnen.

Als sich im Jahre 1910, beim ersten Testflug seiner Coandă-1910, dem ersten von einem Stahltriebwerk angetriebenen Flugzeug der Welt, Gase und Flammen aus dem Triebwerk am Rumpf anlegen, entdeckt Henri Coandă den Coandă-Effekt. Die Coandă-1910 verbrennt zwar bis aufs Stahlgerippe, doch keine dreißig Jahre später beruht die Entwicklung eines Scheibenflugzeugs in Form einer Fliegenden Untertasse auf ebenjenem Coandă-Effekt! 2004, nur gut dreißig Jahre nach dem Tod Henri Coandăs, benennen die Rumänen den internationalen Flughafen von Bukarest nach ihrem großen Erfinder und Flugpionier.

Spektakuläre Entdeckung: Berblingers Flagge auf dem Mond

Albert Einstein arbeitet an einem quantenmechanischen Gedankenexperiment und erkennt eine „spukhafte Fernwirkung“. Die Quantenteleportation wird 1997 erstmals von Anton Zeilinger demonstriert. Teleportation? Enterprise-Fans nennen es "Beamen".

Alexander Gerst fliegt am 28. Mai 2014 ein erstes Mal in den Erdorbit zur Internationalen Raumstation ISS. "Nur die Schwerkraft zieht mich etwas runter", twittert er sechs Monate später nach seiner Landung zurück auf der Erde.

Gerhard Schwehm hat viele Jahre darauf gewartet, dass die deutsche Raumsonde Rosetta im August 2014 endlich die Umlaufbahn des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko erreicht. Drei Monate später kommentiert der Kometenforscher der ESA unter Anteilnahme der Weltöffentlichkeit das Aufsetzten des Landeroboters Philae.

Fiktiver Erdtunnel vom Ulmer Münsterplatz bis in die Flowerpot Bucht von Pitt Island. Skizze: Nik Schölzel
Skizze: Nik Schölzel

Und der erste Mensch, der vom Ulmer Münsterplatz aus einen Tunnel senkrecht nach unten durchbohren wird, wird in der Flowerpot Bucht von Pitt Island herauskommen. Der Tunnel wird 12.742 Kilometer lang sein und die Durchflugdauer etwa 42 Minuten betragen.

Die Bandbreite an der Schnittstelle zwischen der Kraft der Fantasie und der Wissenschaft ist riesig. Die Welt ist ein Raum mit Flügeln.

Verblüffende Details, gewagte Erfindungen und eine Serie von Hinweisen auf wirklich wahre Geschichten hinter der Ausstellung finden Sie auf Facebook unter  #diewelteinraummitflügeln 

Diese Welt erschließen im Stadthaus Ulm: Timo Dentler und Okarina Peter

Foto von Timo Dentler und Okarina Peter
Timo Dentler und Okarina Peter, Foto: Emil Dentler

... und zwar mit komplett analogen Mitteln. Sie erschaffen ein großes begehbares Bühnenbild, das erlebbar ist für jedermann und jede Frau, für Vorschulkinder, Jugendliche, Rentner, Nerds und Astrophysikerinnen.

Timo Dentler, geboren in Ulm, ist der Sohn des Goldschmieds Rudolf Dentler.
Okarina Peter stammt aus Konstanz. Beide waren an der Kunstakademie Düsseldorf Meisterschüler des Bühnen- und Kostümbildners, Theater- und Opernregisseurs Karl Kneidl. Seit dem Jahr 2000 arbeiten Timo Dentler und Okarina Peter international als Bühnen- und Kostümbildner vorwiegend im Musiktheater. Viermal wurden sie von der Fachzeitschrift "Opernwelt" als beste Bühnenbildner und zwei Mal als beste Kostümbildner nominiert. Sie arbeiten für die renommiertesten Häuser, wie zuletzt etwa für die Königlichen Oper Kopenhagen, die Semperoper Dresden oder die Volksoper Wien. Jüngst produzierten sie mit Volker Schlöndorff "Le vieux Juif blonde" am Théâtre des Mathurins Paris und mit Peter Konwitschny ("Regisseur des Jahres" 2018) "Idomeneo" in Heidelberg.

Logo Berblingerjahr 2020
Berblingerjahr 2020
©lahaye tiedemann gestalten/Stadt Ulm

Mit:
Isabel Alvarez, Kamerafrau, Montevideo/Uruguay und Berlin
Frank Bartholmess, Lufthansapilot, Berlin
Ashwath Bhatt, Schauspieler, als Flugpionier Shivkar Bāpuji Talpade, Mumbai und Neu-Delhi
Michaela Dicu, Regisseurin aus Berlin, geboren in Rumänien
Christiane Heinicke, Geophysikerin und Ingenieurin, Entwicklerin eines Mond- und Mars-Habitats, ZARM Bremen
Eurico Lino Do Vale, Künstler und Fotograf, Portugal
Csaba Marton, Musiker und Experte für die bemannte Mondfahrt, Ulm
Gerhard Schwehm, Rosetta Mission Manager und Leiter der Solar System Science Operations Division der ESA i.R., Niederlande
Tomo Sugao, Regisseur, als Samurai Hattori Hanzō, Sapporo/Japan
Sarah Maria Sun, Sängerin, Berlin
Barthélémy Toguo, Bildhauer, M'Balmayo/Kamerun und Paris

Sprecher:
Isaak Dentler
Markus Dentler
Wolfgang Göbbel
Hans Münch
Ulrike Münch
H.A. Scharf
Hannelore Scharf
Thomas J. Scharf

sowie
Mattes Herre nach einem Text von Eva Marburg

Lichtdesign: Wolfgang Göbbel

Theatermalerei: Agnete Winter

Theaterplastik: Bisser Berov

Bauten: David Münch

Technische Leitung: Paul Stauber

Projektorganisation: Katharina Buzin, Karla Nieraad, Nik Schölzel

Beratung des Teams:
Gerhard Schwehm, Rosetta Mission Manager und Leiter der Solar System Science Operations Division der ESA i.R.
Kurt Büchler, Spacecraft Engineering Manager der ESA i.R.

Eröffnung: Freitag, 15. Mai 2020

Die Ausstellung entsteht mit freundlicher Unterstützung von zahlreichen Sponsoren, Institutionen und Personen.

Auf der Seite www.ding.eu/berblinger präsentiert der Verkehrsverbund unter dem Motto „Flugtaxis! Spinnt ihr?“ eine Reihe von aktuellen Mobilitäts-Ideen, die heute ebenso belächelt oder zumindest misstrauisch beäuigt werden wie damals das Flugerät des Albrecht Ludwig Berblinger. Lassen Sie sich überraschen.

Wir danken für die Unterstützung seitens

Herzlich danken wir außerdem dem ESA-Büro Moskau / Yulia Tsoy und René Pischel